| Anlagephilosophie |
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Unsere Anlagephilosophie basiert auf fünf festen Überzeugungen:
1. Die richtige Asset Allokation ist der Schlüssel zum mittel- und langfristigen Anlageerfolg. Verschiedene Studien haben gezeigt dass zwischen 70 und 90% der Rendite durch die richtige Aufteilung des Portfolios auf unterschiedliche Anlageklassen (d.h. die Asset Allokation) erzielt werden. Die restlichen 10 bis 30% entfallen im wesentlichen auf die Wertpapierauswahl und Market-Timing (d.h. den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden). Aus diesem Grund konzentrieren wir uns zuallererst auf die optimale Aufteilung der Anlageklassen und deren regelmäßige Überprüfung.
2. Breite Diversifikation ermöglicht eine Reduktion des Risikos und/ oder eine höhere Rendite. Das Portfolio wird effizienter. Diesen Zusammenhang hat Prof. Markowitz bereits in den 50er Jahren herausgefunden und dafür später den Nobelpreis erhalten. Praktische Erfahrung in den zurückliegenden Jahrzehnten hat seine Erkenntnisse eindrucksvoll bestätigt. Aus diesem Grund investieren wir in eine Vielzahl von Anlageklassen: europäische/ amerikanische/ japanische Large Cap Aktien (Großunternehmen), europäische/ amerikanische/ japanische Mid & Small Cap Aktien, Schwellenländer und sonstige Aktien, europäische/ internationale Staatsanleihen, inflationsgeschützte Anleihen, europäische/ internationale Unternehmensanleihen, Bargeld, Schwellenländeranleihen, Wandelanleihen, Währungen, Rohstoffe, Immobilien und marktneutrale Produkte („Absolut Return“).
3. Es ist praktisch nicht möglich, den idealen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass man im besten Fall einen guten Zeitpunkt finden kann – aber nicht den idealen. Zudem sinkt mit zunehmendem Anlagehorizont die Bedeutung des Einstiegszeitpunkts. Aus diesem Grund lassen wir uns generell nicht durch kurzfristige Preisausschläge von Wertpapieren zu Transaktionen verleiten. Wir analysieren das mittelfristige Potential und den Ausblick für die einzelnen Anlageklassen (für die nächsten 6-18 Monate) und positionieren das Portfolio dann entsprechend. Normalerweise halten wir Positionen zumindest für einige Monate. Kurzfristig orientiertes Handeln („Trading“) erhöht die Transaktionskosten und führt langfristig nicht zum Erfolg.
4. Finanzmärkte unterscheiden sich in ihrem Entwicklungsstadium und ihrer Effizienz. Etablierte, liquide Märkte wie z.B. europäische oder amerikanische Large Cap Aktien sind effizient. Es ist für Fondsmanager kaum möglich diese Märkte nachhaltig zu übertreffen ohne das Investment-Universum zu verändern und Aktien aus anderen Märkten oder Bereichen (z.B. Schwellenländer oder Small Cap Aktien) hinzuzufügen. Aus diesem Grund investieren wir in diese Märkte generell durch Indexfonds mit geringen Gebühren und (Bonus) Zertifikaten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Märkte, die nicht effizient sind, z.B. weil sie nicht liquide sind, weil es Marktteilnehmer gibt, die andere Ziele als Investoren haben, oder weil große Teile des Marktes von Analysten nicht beobachtet werden. Beispiele sind hier Schwellenländer, Small Cap Aktien und Rohstoffe. In diesen Märkten erzielen aktives Portfoliomanagement und Wertpapierauswahl („Stock-Picking“ bei Aktien und „Issue-Selection“ bei Anleihen und Rohstoffen) einen nachhaltigen Mehrwert.
5. Die Anlage in einzelne Aktien und Anleihen erfordert einen hohen Grad an Spezialisierung und sehr umfangreiche, kontinuierliche Analysen. Es ist daher in einem kleinen, schlagkräftigen Team nicht möglich, die verschiedenen Anlageklassen abzudecken und die Asset Allokation zu managen, und gleichzeitig alle darin enthaltenen Wertpapiere zu beobachten um die optimale Wertpapierauswahl zu treffen. Aus diesem Grund fokussieren wir uns auf die Asset Allokation und die Auswahl der besten Spezialisten bzw. Fondsmanager für jede Anlageklasse in denen aktives Management von Vorteil ist. Die Auswahl von einzelnen Wertpapieren beschränken wir auf den Nischenbereich Spezialsituationen – insbesondere kurzlaufende Zertifikate mit einem sehr günstigen Chance-Risiko-Profil. Diese fünf Grundsätze haben sich in der Vergangenheit bewährt und uns dabei zu einem sehr erfreulichen Anlageergebnis verholfen. Sie bilden die Grundlage für unsere Anlageentscheidungen und den Investitionsprozess. |