Bulle und Bär

Unser Blick auf die Märkte – Oktober ´25

„Positive Entwicklung trotz anfänglicher Turbulenzen“

Das 3. Quartal war bezüglich der Zentralbankpolitik gekennzeichnet von Zinssenkungen in der Eurozone, den USA und im UK.

Die Wirtschaft der Eurozone hat sich in diesem Jahr bislang als widerstandsfähiger erwiesen, als erwartet und die Inflation bewegt sich um das Ziel der Zentralbank von 2 %.
Für die Europäische Zentralbank (EZB) gibt es aktuell keinen Grund, ihre Geldpolitik zu ändern. Dazu trug im ersten Quartal ein Anstieg der Exporte in die USA bei, um den Trump-Zöllen zuvorzukommen, im zweiten Quartal hat sich dies nur teilweise umgekehrt. Eine weitere wichtige Rolle für das BIP-Wachstum im ersten Halbjahr spielte der Anstieg des privaten Konsums (+1,4 % in der Eurozone und +1,3 % in Deutschland für 2025).

Verschiedene Wirtschaftsindikatoren (u.a. der Einkaufsmanagerindex) weisen auf ein – wenn auch geringes – Wirtschaftswachstum im dritten Quartal hin und prognostizieren eine Fortführung einer positiven Wirtschaftsentwicklung für das letzte Quartal des Jahres.

Die Investitionsausgaben in Deutschland wurden nicht so schnell hochgefahren wie erwartet. Die wirtschaftliche Auswirkung für Deutschland aus dem Infrastrukturpaket wird sich frühestens im 4. Quartal zeigen und dürfte erstmals 2026 tatsächlich spürbar sein.
Die Liste der strukturellen Probleme bleibt weiterhin bestehen: die Wirtschaft leidet unter zu viel Bürokratie, dem Fachkräftemangel, hohen Energiekosten sowie den steigenden Lohnnebenkosten.

Die französische Krise

Frankreich stellt sich hingegen einmal mehr als Bremsklotz heraus: Frankreich ist politisch gelähmt. Der rasche Rücktritt Lecornus zeigt das Ausmaß der Probleme. Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Einem neuen Premierminister könnte es ähnlich schwerfallen, ein mehrheitsfähiges Bündnis aus den Parteien der Mitte und den Sozialisten zu schmieden. Das Risiko vorgezogener Neuwahlen zum Parlament ist gestiegen. Aber Neuwahlen würden vermutlich die Lage nicht grundlegend ändern. Eine tiefe Krise wie die Euro-Krise 2010-2012 zeichnet sich nicht ab, aber eine französische Finanzkrise mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Finanzierungskosten für den Staat ist zumindest denkbar.
Frankreich bleibt somit die Achillesferse für den Euro und weiter kritisch im Auge zu behalten.

Der Trump-Faktor

Präsident Trump hat die meisten US-Einfuhren aus der EU mit Zöllen in Höhe von 15 Prozent belegt. Die Einfuhrabgaben und die Handelsunsicherheit schaden den USA, Europa und der Weltwirtschaft insgesamt. Da Trump die meisten anderen Länder jedoch mit noch höheren Zöllen belegt hat, hat sich die relative Wettbewerbsposition der EU-Unternehmen auf dem US-Markt vermutlich sogar leicht verbessert.

Die US-Zentralbank FED hat – neben der versuchten politischen Einflussnahme von Trump mehrere Themen im Auge zu behalten und die Lage bleibt für die US-Notenbank schwierig. Einerseits kühlt sich der US-Arbeitsmarkt ab, was nach Zinssenkungen ruft – andererseits treiben die US-Zölle die Inflation in die Höhe und entfernen sie damit immer weiter vom angestrebten 2%-Ziel. Die Inflationsrate stieg im August von 2,7 auf 2,9 % und wird in den kommenden Monaten voraussichtlich die Marke von 3 Prozent überschreiten.
Dies spricht isoliert betrachtet für eine weiterhin restriktive Geldpolitik.

Die aktuelle Haushaltsblockade in den USA wird die Konjunktur voraussichtlich nicht signifikant belasten. Trump treibt in den USA eine umfassende Umgestaltung des Landes voran, die nicht ohne Folgen für die Wirtschaft bleiben wird – die Richtung und Auswirkung ist noch offen.

Die Regierung in Peking hat zwar ein Fiskalpaket zur Stützung der Konjunktur geschnürt, die Maßnahmen bleiben aber zaghaft und kleinteilig. Die eingeleiteten Schritte stabilisieren die chinesische Wirtschaft und wirken den konjunkturdämpfenden US-Zöllen entgegen, ändert aber nichts an den fundamentalen Problemen des Landes.

Die weiter sehr angespannte geopolitische Lage ist und bleibt weiterhin nicht einschätzbar und bleibt somit ein großer Einflussfaktor für die globale Wirtschaft.

 

MIT STRATEGIE ZUM ERFOLG

Es bleibt die wiederkehrende Erkenntnis, dass langfristige Perspektiven und eine ausgewogene Anlagestrategie auch in turbulenten Zeiten die besten Ergebnisse liefern können. Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Regionen hinweg hat dazu beigetragen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind überzeugt, dass wir gemeinsam weiterhin erfolgreich durch die Turbulenzen der Märkte navigieren werden.



Disclaimer: Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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