Bulle und Bär

Unser Blick auf die Märkte – Dezember `25

Warum die Positionierung entscheidend ist

2025 war ein Jahr mit vielen Turbolenzen und Facetten: steigende Verschuldungen, politischen Umwälzungen und Marktüberraschungen. Denn zum ersten Mal seit Jahren entwickelten sich die europäischen Aktienmärkte besser als der US-Markt (währungsbereinigt).

Robustheit ist kein Zufall – sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen

Rückschläge an den Märkten waren im vergangenen Jahr keine Ausnahme, aber gerade in Phasen von schwankungsstärkeren Börsen zeigt sich der Mehrwert eines aktiven, risikobewussten Managements. Dabei geht es nicht darum, Marktentwicklungen zu antizipieren, sondern darum, robuste Portfolios zu gestalten, die auch in anspruchsvollen Phasen tragfähig bleiben.

Denn eines ist klar: Die Märkte selbst können wir nicht beeinflussen, aber wir können steuern, wie wir damit umgehen. Professionelles Risikomanagement, eine klare Strategie und Disziplin in der Umsetzung sind dabei die wichtigsten Stellschrauben. So wird aus Unsicherheit langfristig Stabilität.

Weitere Aussichten heiter bis wolkig

Konjunkturwachstum, Inflation und Geldpolitik werden auch im Jahr 2026 wichtige Einflussfaktoren auf die Kapitalmärkte bleiben. Übergeordnete Themen, wie Weltpolitik, Demografie, Technologie und Nachhaltigkeit werden, wie in den vergangenen Jahren auch, die Aktien- und Rentenmärkte weiter bestimmen.

In den USA dreht sich (weiterhin) alles um Trump: es besteht die Chance, dass US-Präsident Trump seine aggressive Zollpolitik im neuen Jahr etwas zügeln könnte, denn die zollbedingte Inflation wird im Vorfeld der Kongresswahlen im November immer mehr zu einem Problem. Letztlich bedeutet Trump für die USA weniger Wachstum bei höheren Preisen und zudem untergräbt er langsam das Vertrauen in den US-Dollar.

Der europäischen Industrie weht der Wind aus Übersee scharf ins Gesicht. Bei rückläufigen Ausfuhren in die USA und China muss das Wachstum aus der Binnenwirtschaft kommen. Die Reformerfolge in Südeuropa sowie die niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank und der deutsche Fiskalimpuls sprechen dafür, dass die Euro-Wirtschaft 2026 zulegen kann. Sie bleibt wohl aber erneut hinter den Entwicklungen der Vorjahre.

Die Niedrigzinsen vieler Zentralbanken sowie die expansive Fiskalpolitik in den USA und Deutschland werden die Konjunktur auf beiden Seiten des Atlantiks stützen. Die US-Notenbank wird 2026 einen neuen Vorsitzenden erhalten und es ist zu erwarten, dass die Geldpolitik für die Aktienmärkte weitgehend vorteilhaft bleibt.

Hohe Staatsschulden werden auf Dauer die Wirtschaft beschäftigen, in den USA mehr noch als in Europa. Aber sofern die USA und Frankreich ihre Fehlbeträge im Staatshaushalt nicht noch weiter ausufern lassen oder ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch eine fehlgeleitete Politik erheblich weiter schwächen, zeichnet sich vorerst noch keine Schuldenkrise ab.

China tut sich bisweilen schwer – hat aber interessante Opportunitäten, deren Umsetzung wir sehr genau verfolgen. Der chinesische Technologiesektor wurde durch Innovationen stark forciert und kann bedeutende Fortschritte in der gesamten KI-Wertschöpfungskette erzielen. Dieser staatlichen Förderung der Industrie gegenüber steht der geringe Konsum und die hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Der Krieg in der Ukraine belastet Europa weiterhin. Sollten die USA die Hilfe für die Ukraine einstellen, könnte eine Niederlage der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland Europa in schwere Turbulenzen stürzen. Dagegen könnte eine für die Ukraine akzeptable Lösung Europa insgesamt etwas voranbringen. Der Ausgang ist weiterhin ungewiss.

Trotz einer Vielzahl von wirtschaftlichen, finanziellen und (geo-)politischen Risiken überwiegt beim Blick auf das kommende Jahr insgesamt die Zuversicht. Wir erwarten für die Weltwirtschaft ein normales, aber positives Wachstum. Wir analysieren, wie diese weltweiten Entwicklungen die Märkte verändern und wo neues Mehrwertpotenzial – und neue Risiken – möglich scheinen. Mit Blick auf das Jahr 2026 bleiben wir bei der Pegasos Capital unserer Strategie treu und nutzen gezielt taktische Chancen und Opportunitäten und behalten gleichzeitig die Risiken stets im Blick.

MIT STRATEGIE ZUM ERFOLG

Es bleibt die wiederkehrende Erkenntnis, dass langfristige Perspektiven und eine klare Anlagestrategie auch in turbulenten Zeiten die besten Ergebnisse liefern können. Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Regionen hinweg hat dazu beigetragen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind überzeugt, dass wir weiterhin erfolgreich durch die Turbulenzen der Märkte navigieren werden.



Disclaimer: Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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