Notgroschen & Liquidität: die passende Größe finden

Der Notgroschen ist Ihre Stressbremse. Er ist ist kein „Investment“, sondern eine Versicherung in eigener Sache. Sein Nutzen entsteht genau dann, wenn etwas Ungeplantes passiert: Reparaturen, Zahnarzt, Selbstbeteiligung, Jobwechsel, kurzfristige Familienhilfe.
Erfahren Sie, wie Sie eine passende Höhe finden (Basis/Komfort/Sicherheitsstufe) – mit Beispielen für unterschiedliche Lebenssituationen.

Die wichtigste Regel: Verfügbarkeit schlägt Optimierung
Ein Notgroschen sollte schnell verfügbar und stabil sein. Das Ziel ist Handlungsfähigkeit, nicht maximale Rendite.


Drei Stufen – ein pragmatisches Modell

Stufe 1: Basis (2–3 Monatsausgaben)
Für Menschen mit relativ stabilen Einnahmen und überschaubaren Fixkosten.
z.B. Angestellter Single, wenig Fixkosten, Mieter, Car-Sharing

Stufe 2: Komfort (3–6 Monatsausgaben)
Sinnvoll, wenn mehr Verantwortung/Fixkosten dazukommen: Familie, Auto, Immobilienkosten, mehrere Versicherungen, hohe laufende Verpflichtungen.
z.B. Familie mit Kindern, festes Einkommen, eigene Immobilie, mindestens ein eigener Pkw

Stufe 3: Sicherheitsstufe (6+ Monatsausgaben)
Für variable Einkommen (Selbstständigkeit), Branchenrisiken oder besondere Lebenslagen, in denen Planbarkeit geringer ist.
z.B. Selbstständige, Freelancer, Unternehmensgründer ohne regelmäßiges Einkommen, Auswanderer

 

Fragen, die uns zum „Notgroschen“ oft gestellt werden

„Soll ich wirklich so viel ‚rumliegen lassen‘?“
Wenn Sie sich regelmäßig Sorgen machen oder bei jeder unerwarteten Rechnung Stress entsteht: Ja, oft ist ein größerer Puffer sinnvoller als die „optimale  Anlage“ dieses Geldbetrages.

„Was zählt als Monatsausgaben?“
Pragmatisch: Miete/Kredit, Nebenkosten, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, Kinderbetreuung, laufende Verpflichtungen.

„Was ist der häufigste Fehler?“
Den Notgroschen zu klein planen und dann bei der ersten größeren Ausgabe doch an die langfristig angelegten Gelder gehen zu müssen.

-> Für noch mehr Übersicht in Sachen Finanzen haben wir eine Vorlage erstellt, in der Sie unkompliziert und individuell Vermögen, Verbindlichkeiten und Fixkosten erfassen können.

 



Disclaimer: Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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