

Clever zahlen im Ausland: Warum „in Euro zahlen“ oft teurer ist
Im Urlaub möchte man vieles: entspannen, Neues entdecken, gut essen, vielleicht ein wenig Sonne tanken. Was man eher nicht möchte: unnötig hohe Gebühren zahlen, nur weil das Kartenterminal im Restaurant freundlich fragt, ob man „in Euro“ abrechnen möchte.
Euro oder Landeswährung?
Diese Frage begegnet Reisenden häufig außerhalb des Euroraums. Das Terminal oder der Geldautomat bietet dann an, den Betrag sofort in Euro umzurechnen. Das klingt praktisch, weil man direkt sieht, was der Einkauf ungefähr kostet. Dahinter steckt jedoch die sogenannte Dynamic Currency Conversion, kurz DCC. Dabei rechnet nicht die eigene Bank zum späteren Kurs um, sondern der Händler, Zahlungsdienstleister oder Geldautomatenbetreiber bietet einen eigenen Wechselkurs an. Dieser ist oft schlechter als der Kurs, den die eigene Bank oder Kreditkarte verwenden würde. Die Bequemlichkeit kann also teuer werden.
Die einfache Faustregel lautet: Im Ausland möglichst in der Landeswährung zahlen. In den USA also Dollar, in der Schweiz Franken, in Großbritannien Pfund und so weiter. Wenn das Terminal fragt „Euro oder Landeswährung?“, ist die Landeswährung meist die bessere Wahl. Das gilt auch am Geldautomaten. Dort können zusätzlich eigene Automatengebühren anfallen, weshalb es sinnvoll ist, vor der Reise zu prüfen, welche Konditionen die eigene Bank oder Kreditkarte bietet.
Auch kleine Beträge summieren sich. Wer im Urlaub mehrfach im Restaurant, im Hotel, beim Mietwagenanbieter oder beim Shopping in Euro statt in Landeswährung zahlt, merkt den Unterschied vielleicht nicht sofort. Am Ende der Reise kann aus vielen kleinen Aufschlägen aber ein spürbarer Betrag werden. Das ist ein bisschen wie Sand in der Badetasche: einzeln kaum der Rede wert, zusammen aber erstaunlich lästig.
Safty first: Kreditkarteneinsatz im Ausland
Vor der Reise lohnt sich außerdem ein kurzer Karten-Check. Ist die Kreditkarte weltweit einsatzfähig? Gibt es ein Tages- oder Wochenlimit? Ist die PIN bekannt? Ist die zentrale Sperrnummer (+49 116 116, Angabe der Kreditkartennummer notwendig) gespeichert? Funktioniert die Karte auch ohne Smartphone, falls dieses verloren geht oder kein Netz verfügbar ist? Wer mit mehreren Karten reist, sollte diese nicht alle am selben Ort aufbewahren.
Bargeld bleibt je nach Reiseland sinnvoll, sollte aber nicht die einzige Lösung sein. Eine gute Mischung aus Karte, etwas Bargeld und einem Plan für den Notfall ist oft die entspannteste Variante. Informieren Sie sich auf jeden Fall vor Reiseantritt, was die gängige Zahlungsmethode in Ihrem Urlaubsland ist.
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