

Struktur schlägt Bauchgefühl: Warum ein gutes Portfolio mehr braucht als Marktprognosen
Wie sieht ein gut aufgestelltes Portfolio in der aktuellen Marktphase aus?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Melanie Frasheri, Geschäftsführerin und Vermögensverwalterin der Pegasos Capital GmbH, in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
(Printausgabe vom 28.06.2026, den vollständigen Artikel stellen wir Ihnen als ePaper zur Verfügung: Investment Guide by Mediaplanet Germany – Issuu,Seite 4)
Die zentrale Botschaft: Erfolgreiche Geldanlage beginnt nicht mit der Suche nach dem nächsten Trend, sondern mit einer klaren Struktur. Gerade in einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten, schwankenden Zinsen, Inflationsrisiken und schnellen technologischen Veränderungen geprägt ist, brauchen Anleger vor allem eines: eine belastbare Strategie und die Disziplin, diese auch in unruhigen Phasen durchzuhalten.
Genau diesen Ansatz verfolgen wir bei Pegasos Capital in der täglichen Vermögensverwaltung. Für unsere Kunden geht es nicht darum, kurzfristigen Marktbewegungen hinterherzulaufen oder den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden. Entscheidend ist vielmehr, ein Portfolio so aufzubauen, dass es zur persönlichen Risikoneigung, zum Anlagehorizont und zur individuellen Lebenssituation passt.
Ein wesentlicher Baustein unserer Anlagestrategie ist dabei der Core-Satellite-Ansatz.
Der „Core“, also der Kern des Portfolios, bildet das stabile Fundament. Er besteht aus breit gestreuten Anlagen über verschiedene Regionen, Branchen und Anlageklassen hinweg. Seine Aufgabe ist nicht Spektakel, sondern Robustheit: Risiken sollen verteilt, Schwankungen abgefedert und Anleger langfristig an der Entwicklung der Kapitalmärkte beteiligt werden.
Ergänzt wird dieser Kern durch gezielte Satelliten. Hier können wir bewusst Themen aufgreifen, die aus unserer Sicht besondere Chancen bieten, etwa Infrastruktur, Digitalisierung, Gesundheit oder ausgewählte Zukunftsbranchen. Diese Satelliten werden jedoch nicht beliebig beigemischt, sondern dosiert, laufend überprüft und bei veränderten Rahmenbedingungen angepasst.
Gerade darin liegt der Mehrwert professioneller Vermögensverwaltung: Märkte verändern sich, Zinsen drehen, Bewertungen verschieben sich, Branchen geraten in oder aus dem Fokus. Gleichzeitig spielen Emotionen an der Börse eine große Rolle. Steigende Kurse lösen schnell die Angst aus, etwas zu verpassen. Fallende Kurse führen ebenso schnell zu Verunsicherung. Unsere Aufgabe ist es, in solchen Phasen den kühlen Kopf zu bewahren, Risiken nüchtern einzuordnen und Portfolios konsequent entlang der vereinbarten Strategie zu steuern.
Ein gut aufgestelltes Portfolio muss nicht in jeder Marktphase glänzen. Es muss so konstruiert sein, dass Anleger den eingeschlagenen Weg langfristig mitgehen können. Dazu gehören eine passende Aktienquote, ein sinnvoller Liquiditätspuffer, stabilisierende Anleihebausteine, breite Streuung und regelmäßiges Rebalancing.
Am Ende schlägt Konsequenz oft den Versuch der Perfektion.
Niemand kann dauerhaft exakt vorhersagen, wann Märkte steigen oder fallen. Wer aber strukturiert investiert, Risiken kontrolliert, Chancen gezielt nutzt und in schwierigen Phasen nicht panisch reagiert, nutzt einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Geldanlage: Zeit.
MIT STRATEGIE ZUM ERFOLG
Disclaimer: Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
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